Schüleraustausch
Das Gymnasium Roth bietet ein vielfältiges Austauschprogramm. Neben dem vor allem sprachlich motivierten Austauschprogrammen mit Partnerschulen in der Schweiz, Frankreich und in Irland, unterhält das GR auch kulturelle Partnerschaften mit Schulen in Polen, Tschechien und China.


Schüleraustausch mit dem Cycle d’orientation de Drize in der Schweiz
Der Schüleraustausch mit der französischsprachigen Schweiz hat schon seit 2006 Tradition und ist ein jährlich stattfindendes Angebot für unsere 9. Klassen. Unsere Gäste kommen jeweils im September für eine Woche nach Roth, und die Rother Schülerinnen und Schüler fahren im Frühjahr in die Schweiz zum Gegenbesuch. Die Information und die Anmeldung zum Schüleraustausch erfolgen über die Französischlehrkräfte und finden schon in der 8. Jahrgangsstufe zwischen Ostern und Pfingsten statt.
Unsere Partnerschule befindet sich in der französischsprachigen Schweiz, in Carouge, einer kleinen Stadt, die direkt an Genf angrenzt. Der „Cycle“ ist eine Gesamtschule, die die Jahrgangsstufen sieben bis neun umfasst. Die ca. 750 Schüler lernen allesamt Deutsch als erste Fremdsprache.
Ansprechpartnerinnen für den Austausch sind Frau Jerichow und Frau Berchtenbreiter.
Schüleraustausch mit dem Lycée Blaise Pascal in Clermont-Ferrand
Für unsere Schülerinnen und Schüler der 11. Klassen gibt es seit 2014 einen Schüleraustausch mit Frankreich. Unsere Partnerinnen und Partner vom Lycée Blaise Pascal in Clermont-Ferrand in der Vulkanregion Auvergne verbringen in der Regel eine Woche im Spätherbst bei uns in Roth. Unser Gegenbesuch in Frankreich erfolgt normalerweise im Frühjahr. Die Information und die Anmeldung zu diesem jährlich stattfindenden Programm erfolgen in der 10. Jahrgangsstufe über die Französischlehrkräfte. Ansprechpartnerinnen sind Frau Neumeier und Frau Berchtenbreiter.




Schüleraustausch mit Polen
Das Gymnasium Roth bietet den Schülerinnen und Schülern der 8. und 11. Jahrgangsstufe die Möglichkeit der Teilnahme an einem trinationalen Schüleraustausch, mit einem jährlich wechselnden Projektthema. Das Besondere an diesem Austausch sind neben dem kulturellen Aspekt auch der Begegnungscharakter der Jugendlichen bei den zahlreichen Ausflügen, Aktivitäten und der Präsentation der finalen Wochenaufgabe. In Roth werden alle Aktivitäten und Unternehmungen gemeinsam absolviert. Der Gegenbesuch findet dann im bilateralen Rahmen im jeweiligen Partnerland statt.
Die Initialzündung zur Durchführung des kulturellen Austausches war die bestehende Partnerschaft zwischen den Städten Roth und Ratibor, die nun durch den Schüleraustausch kontinuierlich vertieft wird. Da das Deutsch-Polnische Jugendwerk Jugendbegegnungen mit einem Drittland fördert, war die Wahl Tschechiens und der Stadt Opava, die eine Partnerschaft zur Stadt Ratibor unterhält, naheliegend.
Somit tragen die beteiligten Schulen zu einer lebhaften Städtepartnerschaft bei. Doch nicht nur die Städte Ratibor, Roth und Opava profitieren von dieser langjährigen Kooperation. Auch die Schüler lernen eine ihnen unbekannte Kultur kennen, entwickeln Verständnis, Empathie und Toleranz, die zur Förderung der interkulturellen Kompetenz beiträgt – eine Kernkompetenz, die in unserer globalisierten Welt zunehmend gefragt ist.
Ansprechpartnerinnen sind Frau Herzog und Frau Nowak

Schüleraustausch mit Opava (Tschechische Republik)
Seit 2012 findet in jedem Jahr ein Schüleraustausch der elften Klassen des Gymnasiums Roth mit dem Mendel-Gymnasium in Opava (Mendelovo gymnázium), dem ehemaligen Troppau, in Mährisch-Schlesien statt.
Die Partnerschaft der beiden Schulen soll die nachbarschaftlichen Beziehungen zwischen Bayern und Tschechien intensivieren, kein anderes Nachbarland ist von Roth aus näher und schneller zu erreichen. Dennoch ist es vielen völlig fremd, wenn überhaupt, dann besuchten viele bereits Prag, sonst weiß man praktisch nichts über Land und Leute. Dies liegt nicht zuletzt an der sprachlichen Barriere, nur an wenigen deutschen Schulen wird Tschechisch unterrichtet. Umso überraschter sind die deutschen Teilnehmer am Austausch, wenn sie merken, wie gut die Partner Deutsch sprechen – sie lernen es schließlich schon seit mehreren Jahren an ihrer Schule. Auch in den Familien ist die Verständigung mit mehr oder weniger ausgeprägten Deutschkenntnissen unproblematisch.
Bei den vielen Begegnungen in den vergangenen Jahren zeigte sich zudem, dass es abgesehen von der Sprache kaum Unterschiede gibt. Entsprechend harmonisch verlaufen die Begegnungen und führen zu vielen länderübergreifenden Freundschaften, die noch Jahre nach dem Austausch gepflegt werden.
Jede Austauschbegegnung hat ihr eigenes Thema. In den vergangenen Jahren beschäftigten sich die Teilnehmer mit der lokalen Küche, großen Persönlichkeiten, Technik, Natur und Umwelt, Musik und Sport. Der Besuch der Gäste aus Tschechien findet meist zu Beginn des Schuljahres statt, der Gegenbesuch im Frühjahr.
Eine Besonderheit des Austausches ist, dass er in Roth trilateral durchgeführt wird, zusammen mit einer Schule im polnischen Ratibor, das nur rund 30 km von Opava entfernt ist. Beide Städte sind zudem in einer Städtepartnerschaft mit Roth verbunden. Diese Partnerschaft erfüllt der Austausch mit Leben und ist der Grund für die finanzielle Unterstützung durch die Stadt Roth. Daneben wird der Austausch vom Pädagogischen Austauschdienst der KMK sowie dem Deutsch-Polnischen Jugendwerk gefördert.
Ansprechpartner: Frau Freundl, Herr Bindner
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Seit dem Schuljahr 2024/25 besteht ein Austausch mit dem St. Brendan’s College in Killarney in der Republik Irland.
Killarney ist in der Grafschaft Kerry im Südwesten Irlands gelegen und ein beliebter Ausgangspunkt für die Erkundung der wunderschönen, immergrünen Landschaft Irlands und seiner vielseitigen kulturellen Attraktionen sowie der gastfreundlichen und herzlichen irischen Mentalität.
Durch die immer wichtiger werdende Beherrschung des Englischen als Schlüsselkompetenz für alle Bildungsbereiche hat der Austausch mit einem englischsprachigen Land einen besonderen Stellenwert.
Huânyíng lái dào zhôngguó - Willkommen in China
Was verbindet Christian mit Yiming und Kathrin mit Weiyu? Sie sind Partner beim Schüleraustausch zwischen dem Gymnasium Roth und der Xinqiao High School im Distrikt Xinbei der Millionenstadt Changzhou in China.
Möglich wurde dieser Austausch über mehr als 8600 Kilometer hinweg durch den Partnerschaftsvertrag zwischen Xinbei und der Stadt Roth, der im März 2014 unterzeichnet wurde. Dieser nennt den intensiven Austausch von jungen Menschen aus beiden Städten als wichtiges Ziel. Ermöglicht wurde die praktische Umsetzung dieses ambitionierten Ziels durch die großzügige Unterstützung der Stadt Roth und Spenden der Firmen LEONI und Carl Schlenk AG sowie der Sparkasse Mittelfranken. Nach fast einem Jahr intensiver Planung konnten im Mai 2015 zum ersten Mal fünfzehn Schülerinnen und Schüler des P-Seminars „Kennen lernen eines chinesischen Wirtschaftszentrum und Aufbau einer Schulpartnerschaft“ zusammen mit der Kursleiterin, Frau Büttner-Germaschewski, und dem stellvertretenden Schulleiter, Herrn Schicker, die Reise ins ferne China antreten.
Es war ein Erlebnis, von dem alle Teilnehmer viele Jahre erzählen werden!
Nachdem dieser erste Besuch in China und auch der folgenden Gegenbesuch der chinesischen Delegation ein voller Erfolg waren, wurde diese Fahrt fest in das Austauschprogramm des Gymnasiums integriert.
Im Zentrum dieses Austauschs steht das gegenseitige Kennenlernen der sehr unterschiedlichen Kulturen und Lebensweisen aber auch das Kennenlernen wirtschaftlicher Beziehungen. Die Kommunikationssprache mit den chinesischen Partner*innen ist Englisch, so dass beide Seiten auf eine andere als die eigene Muttersprache ausweichen müssen.
Die deutschen Schüler*innen tauchen dabei in eine für sie völlig fremde und faszinierende Kultur ein. Neben einzelnen touristischen Sehenswürdigkeiten in Shanghai und Peking, die zu Beginn und am Ende der zweiwöchigen Reise in der Regel besucht werden, steht dabei natürlich der Aufenthalt in den chinesischen Gastfamilien und der Schule im Zentrum. Dort lernen sie den Alltag sowie das Schulleben in China kennen, erkunden nebenbei die Partnerstadt Changzhou und erhalten in u.a. mindestens einer Betriebsbesichtigung einen Einblick in die chinesische Arbeitswelt und Arbeitsbedingungen. Dabei erfahren sie die Gastfreundlichkeit der Chinesen hautnah und bemerken oft, dass eine gemeinsame Verständigung nicht nur von der gemeinsamen Sprache abhängt sondern auf vielfältige Weise geschehen kann. So ist der Abschied von den Familien nach einer Woche Aufenthalt in Changzhou oft tränenreich bevor es über Peking wieder in die Heimat geht.
Wenn einige Wochen später die chinesischen Austauschpartner in Deutschland ankommen, lernen diese die deutsche Kultur und Alltag kennen, indem sie bei den deutschen Partnern wohnen, mit ihnen die Schule besuchen, den Alltag erleben, wobei natürlich gemeinsame Ausflüge nicht zu kurz kommen.
Der Austausch und die Reise werden im Seminar ausführlich vorbereitet und reflektiert, wobei eine Einführung in die chinesische Kultur und Geschichte natürlich ebenso wenig fehlen darf wie die Beschäftigung mit Aspekten wie Politik und Menschenrechte.
Die ersten fünf Jahre fand der Austausch regelmäßig jährlich statt, bis er aufgrund der Corona-Pandemie leider abgesagt werden musste bzw. nur in einem digitalen Rahmen stattfinden konnte.
Wir hoffen aber auf eine baldige Wiederaufnahme unserer Partnerschaft mit Changzhou in Form von gegenseitigen Besuchen und Kennenlernen.




