Individuelle Lernzeitverkürzung am neunjährigen Gymnasium
(ILV / „Überholspur“)


Anmeldung zur individuellen Lernzeitverkürzung

Zielsetzung

Mit der "Individuellen Lernzeitverkürzung" (ILV) bietet das neunjährige Gymnasium die Möglichkeit, die Lernzeit bis zum Abitur pädagogisch begleitet auf acht Jahre zu verkürzen.

Anders als beim klassischen Überspringen nach § 34 GSO werden die Schüler*innen bei der ILV in speziellen Zusatzmodulen in der 9. und 10. Jahrgangsstufe auf das Auslassen der 11. Klasse vorbereitet. Bei erfolgreicher Teilnahme an den Begleitmodulen ist ein Vorrücken auf Probe in die Q12 möglich.

Die eigens für die ILV eingesetzten Lehrkräfte sorgen für die notwendige pädagogische Unterstützung.

 

Zielgruppe

Das Instrument der ILV richtet sich in erster Linie an Schüler*innen, die aufgrund ihrer Begabung, Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit für eine Verkürzung der Lernzeit geeignet erscheinen und deshalb von der Klassenkonferenz in Jahrgangsstufe 8 eine Empfehlung erhalten. 

Die ILV steht aber auch allen anderen interessierten Schüler*innen offen, die eine Verkürzung der Lernzeit beabsichtigen oder in Jahrgangsstufe 11 ein Auslandsschuljahr planen und sich frühzeitig auf den Wiedereinstieg in das bayerische Gymnasium vorbereiten möchten. Vorteil eines Auslandsschuljahres in der 11. Klasse ist neben dem Erwerb von Sprachkompetenz, dass die Schüler*innen in der Q12 wieder mit ihren ehemaligen Mitschülern in einer Jahrgangsstufe wären.

Für eine erfolgreiche Verkürzung der Lernzeit sind Leistungsbereitschaft, Motivation und die Fähigkeit zum selbstständigen Arbeiten unabdingbar. Nur so kann der Sprung von der Jahrgangsstufe 10 in die Jahrgangsstufe der Q12 erfolgreich gelingen. 

 

Zeitlicher Ablauf

In der Jahrgangsstufe 8 werden die Jugendlichen sowie deren Erziehungsberechtigten zunächst umfassend über das Angebot der ILV informiert und beraten (u.a.

ESIS-Schreiben an die Erziehungsberechtigten).

Zum Halbjahr erhalten geeignete Schüler*innen eine Teilnahmeempfehlung.

In den Jahrgangsstufen 9 und 10 besuchen die Schüler*innen, die sich für die Teilnahme an den Förder- und Begleitangeboten der ILV entschieden haben, zusätzlich zum Regelunterricht sog. „Module“ in Deutsch, Mathematik und einer Fremdsprache. In Jahrgangsstufe 10 tritt mit dem „Profilmodul“ ein weiteres Fach hinzu.

Dabei werden die Schüler*innen umfassend betreut, individuell beraten und so gezielt auf das Auslassen der Jahrgangsstufe 11 vorbereitet.

Die Schule bestätigt die regelmäßige und aktive Teilnahme an den Begleitmodulen durch eine Bemerkung im Zeugnis. Unter dieser Voraussetzung und nach nochmaliger intensiver Beratung am Ende der Jahrgangsstufe 10 treffen die Schüler*innen sowie deren Erziehungsberechtigten die Entscheidung über die Lernzeitverkürzung.

Entscheiden sie sich dafür, rücken die Schüler*innen auf Probe in die Jahrgangsstufe der Q12 vor.

 

Module

Seminare und Studierzeiten

Im wöchentlichen Wechsel findet jeweils ein Seminar als Doppelstunde am Nachmittag nach einem rollierenden System statt. Das Intervall zwischen den schulischen Seminaren ist als Studierzeit das Faches definiert. In freier Zeiteinteilung zuhause oder in Absprache mit dem Modulleiter werden Aufgaben erledigt, die sich aus dem schulischen Seminarunterricht ergeben. 

Die Lehrkraft ist innerhalb der Module der ILV Lehrer und Mentor zugleich.

 

Inhaltliche Ausgestaltung der Module

Die Module dienen nicht der lückenlosen Auseinandersetzung mit den für die Jahrgangsstufe 11 vorgesehenen Fachinhalten und dem Aufbau aller zugehörigen Kompetenzen. Vielmehr erwerben die Schüler*innen anhand ausgewählter Inhalte diejenigen Kompetenzen, die für den Start in die Q12 zentral sind. 

Leistungserhebungen sind in den Modulen der ILV nicht vorgesehen.

Der amtliche Fachlehrplan speziell für die Ausgestaltung der Module ist aktuell in Arbeit.

 

Chancen und Herausforderungen

Chancen der Individuellen Lernzeitverkürzung:

  • Flexible Lernzeitgestaltung nach Interessens- und Begabungslage
  • Besondere Motivation für begabte und leistungsbereite Schüler*innen
  • Individuelle Förderung mit persönlicher Begleitung
  • Zeitgewinn durch Verkürzung der gymnasialen Lernzeit

Herausforderungen der Individuellen Lernzeitverkürzung:

  • zusätzlicher Lern- und Arbeitsaufwand durch Seminare und Studierzeiten (über den regulären Unterricht hinaus)
  • Erarbeitung von Fachinhalten ohne unmittelbaren Zusammenhang mit dem jeweils aktuellen Stoff der Jahrgangsstufen 9 und 10
  • Notwendigkeit selbstständigen Arbeitens

 

Beratung und Anmeldung

Vor der Anmeldung sind persönliche Beratungsgespräche mit den Interessenten der ILV vorgesehen. Diese finden zwischen Februar und April statt und werden mit den Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern geführt. Dabei werden gemeinsam die individuellen Voraussetzungen sowie die Chancen und Herausforderungen erörtert, um festzustellen, ob eine Verkürzung der Lernzeit infrage kommt.

Die Beratungsgespräche übernimmt am Gymnasium Roth die Beratungslehrerin StDin Rosemarie Mutschler, die vorab die Klassenleiter und Fachlehrer der jeweiligen 8. Klasse in den Beratungsprozess einbindet.

Die Letztentscheidung zur Teilnahme liegt bei den Eltern

Sollten Sie einen Termin für ein solches Beratungsgespräch wünschen oder haben Sie weitere Fragen zur ILV, so wenden Sie sich bitte an StR Marcus Mittelstädt, der die Individuelle Lernzeitverkürzung am Gymnasium Roth koordiniert.

E-Mail: marcus.mittelstaedt@gymnasium-roth.de

Nach Abschluss der Beratungsgespräche erfolgt die verbindliche Anmeldung für die Module der ILV durch die Erziehungsberechtigten bis Anfang Mai. Im Schuljahr 2020/2021 ist der 03.05.2021 Stichtag. 

Senden Sie das Anmeldeformular per Post, Fax oder Mail an das Sekretariat des Gymnasiums Roth.

 

Kontakt:

Gymnasium Roth

Brentwoodstraße 4

91154 Roth

Telefon: 09171/968460

Fax: 09171/968488

E-Mail: verwaltung@gymnasium-roth.de


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