Bericht Bayerische Schulschachmeisterschaften 2014

„Da tanzt der Schach-Bär!“

Bayerische Schulschachmeisterschaften 2014 in Roth/Mfr.

Am Samstag (22.3.2014) fanden im mittelfränkischen Roth am dortigen Gymnasium die Bayerischen Schulschachmeisterschaften statt. Etwa 600 Schülerinnen und Schüler aus ganz Bayern nahmen daran teil.

Am Gymnasium Roth herrschte am Samstag ein buntes Treiben. Vor allem sah man dort auch viele ganz junge Schachbegeisterte, nämlich Grundschulkinder aus ganz Bayern, die schon im frühen Alter von ihren engagierten Lehrkräften an das königliche Spiel herangeführt wurden. Die Organisation der Mannschaftsmeisterschaften in den Wertungsklassen I bis IV, Mädchen, Mittelschule-Realschule und Grundschule, des Grundschulcups und der Lehrermeisterschaften wurde vom Schachbeauftragten des Gymnasiums Roth, Studienrat Wolfgang Kellner, zusammen mit der Schachgemeinschaft Büchenbach-Roth getragen. Die Schachgemeinschaft mit ihrem Vorsitzenden Robert Nachtrab sorgte für das leibliche Wohl der Schachspieler sowie ihrer Betreuer und Eltern und stellte Schiedsrichter und Turnierleiter.

Als Schirmherr der Veranstaltung konnte der bayerische Staatsminister der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat, Dr. Markus Söder (CSU), gewonnen werden. Er ist selbst ein Anhänger des Schachsports. Sein ehemaliges Gymnasium, das Dürer-Gymnasium in Nürnberg, war in Roth auch mit einer Mannschaft vertreten und ließ sich gerne mit dem prominenten ehemaligen Mitschüler ablichten. Nach der Begrüßung durch den Schulleiter des Gymnasiums Roth, Dr. Rudolf Kleinöder, der die anwesenden Honoratioren begrüßte und sich auch bei den unterstützenden Rother Firmen Leoni Kabel GmbH und E-Center Fischer, aber auch bei dem Schachbeauftragten seiner Schule bedankte und allen ein spannendes Turnier wünschte, trat Dr. Markus Söder an das Mikrofon. Er habe gerne zugesagt, die Schirmherrschaft zu übernehmen, weil er zwei Leidenschaften bezüglich des Sports habe, Fußball und Schach. Zwar gebe es im Schach keine La-Ola-Wellen, dafür fordere aber Schach massiv das Gehirn, weil man mehrere Züge im Voraus denken müsse. Er schloss mit den Worten: „Hier ist heute die bayerische Intelligenz versammelt.“ Auch die Schachlehrer erbrächten eine großartige Leistung, aber auch sein Ministerium, obschon nicht für Kultus zuständig, habe einen Anteil: Schließlich gebe es das nötige Geld für die Lehrkräfte. Launig stellte er die Bayerischen Schulschachmeisterschaften in eine Reihe mit einem weiteren Großereignis, den olympischen Winterspielen in Sotschi. Landrat Herbert Eckstein (SPD) verwies auf die Gemeinsamkeit von Politik und Schach: „Erst denken, dann handeln!“. Mittelfranken sei die „geheime Kraftquelle von Bayern“, wozu auch der bayerische Heimatminister beifällig nickte. Der Erste Bürgermeister der Stadt Roth, Ralph Edelhäußer (CSU), wünschte den Sportlern v.a. viel Spaß und die nötige Konzentration. Bevor dann Dr. Markus Söder, von Walter Rädler, dem Bayerischen Schulschachreferenten assistiert, verdiente Schachlehrer, nämlich Friedrich Kremer vom Maria-Theresia-Gymnasium München und Johannes Paar von der Hans-Scholl-Realschule Weiden auszeichnete, richtete Daniel Häckler als Vorsitzender der Schachjugend Mittelfrankens – und ehemaliger Abiturient am Gymnasium Roth – anfeuernde Worte an die vielen Kinder und Jugendlichen. Sabine Würz von der Grundschule Ingolstadt erhielt unter dem Jubel ihrer Schüler aus der Hand des Ministers für fünf Jahre das Prädikat und die Plakette „Deutsche Schachschule“. Auch die ausrichtende Schule ist Träger dieses Gütesiegels.

Nachdem sich Dr. Markus Söder ins Goldene Buch des Gymnasiums Roth eingetragen hatte, gab der Schachbeauftragte des Gymnasiums Roth, Wolfgang Kellner, den Startschuss mit den Worten: „Ran an die Bretter“. Der Staatsminister ging dabei mit gutem Beispiel voran und setzte sogleich in der höchsten Wertungsklasse (WK I) an einem Schachbrett der Mannschaft des Gymnasiums Roth den Eröffnungszug mit dem Königsbauern. Damit ist der Wettkampf eröffnet und während in der Aula goldglänzende Pokale auf ihre Gewinner warten, knistert in den verschiedenen Klassenzimmern unter dem Ticken der Schachuhren die Luft.

oc